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Land & Leute

Australien ist die größte Insel der Welt. Es liegt zwischen dem 10° und 44° Breitengrad und dem 113° bis 154° Längengrad. Deutschland passt über 20 Mal in den Kontinent. Auf einem australischen km² leben weniger als drei Einwohner. In Deutschland sind es 230. Bei dieser Größe ist es nicht verwunderlich, dass ein Großteil des Landes unbewohnt ist. Die einzelnen Farmen im Outback sind zum Teil mehr als 100 km voneinander entfernt. Doch nicht jeder Australier zieht es vor, sein Leben im Outback zu verbringen. Trotz riesiger Distanzen gibt es auch einige Großstädte. Sydney, Melbourne Brisbane, Perth und Adelaide haben jeweils mehr als eine Million Einwohner. 90 Prozent der Bevölkerung leben an der Küste im Osten und Süden des Landes.

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Wer also annimmt, Australier seien Hinterwäldler, der irrt. Den typischen Australier gibt es nicht. An den Stränden der Ostküste laufen junge Menschen im Surferlook herum, im Outback findet man nicht selten Männer im Crocodile-Hunter-Style. In den Großstädten unterscheiden sich die Menschen hingegen kaum vom durchschnittlichen Westeuropäer. Die Amtssprache der Australier ist Englisch. Der australische Slang 'Strine' ist jedoch mit dem britischen oder dem amerikanischen nicht zu vergleichen.

Australien ist nicht zuletzt auch für seine exotischen Tierarten bekannt. Zu den gefährlichsten gehören einige Schlangen, Haie, Krokodile, eine kleine Qualle und Spinnen. Zusammen mit dem Emu ist das Känguru Wahrzeichen Australiens. Die meisten Beuteltiere kommen nur auf dem australischen Kontinent, in Neuguinea und verschiedenen Inseln an der Küste Australien vor. Außerdem hat Australien mehr als 20.000 verschiedene Pflanzenarten, von denen es fast 90 Prozent nur hier gibt.

Echse

Erst im 17. Jahrhundert entdeckten die Europäer den Kontinent. Die britische Kolonialmacht Großbritannien hatte einen großen Einfluss auf das Land. 1788 kam die erste Sträflingsflotte aus England an. Schon bald folgten mehrere Einwanderungswellen mit freien Siedlern. Viele der Einwanderer kamen erst in den letzten hundertfünfzig Jahren nach Australien. Auch die australischen Ureinwohner – die Aborigines – wanderten einst in das Land ein. Dies geschah allerdings bereits vor etwa 50.000 Jahren. Sie kamen damals vermutlich über die südostasiatischen Inseln und überquerten Neuguinea. Zu dieser Zeit lag der Meeresspiegel durch die Eiszeit noch sehr viel tiefer, sodass sie das australische Festland erreichen konnten.

Heute ist Australien ein parlamentarisch-demokratischer Bundesstaat und gehört dem britischen Commonwealth an. Kevin Rudd – seit dem 3. Dezember 2007 im Amt – ist der erste Premierminister, der sich öffentlich für das Unrecht entschuldigte, das seit der britischen Kolonialisierung an den australischen Ureinwohnern begangen wurde. Die Aborigines wurden unter der britischen Regentschaft Opfer von Kindsentführungen und Massakern. Erst 1967 sprach der australische Staat ihnen Bürgerrechte zu. Die australische Wirtschaft zeichnete sich in den vergangenen Jahrzehnten durch steigende Wachstumsraten aus. Der Kontinent besitzt viele Bodenschätze und auch der Landwirtschaft kommt eine große Bedeutung zu.

Australien - Strand In den europäischen Medien wird Australien zumeist als Land der großen extremen klimatischen Bedingungen dargestellt. Tatsächlich verwüsten Buschfeuer in den Sommermonaten immer wieder Teile des Landes. Der fünfte Kontinent hat aber sehr verschiedene Klimazonen: Der Südwesten mit seinen Trockengebieten unterscheidet sich vom subtropischen Norden. Es gibt Wüstengebiete, tropische Regenwälder sowie kühlere Regionen. Da sich Australien auf der Südhalbkugel befindet, unterscheiden sich die Jahreszeiten von denen in Europa. Wer Weihnachten nach Australien geht, kann zusammen mit Santa Claus am Strand grillen.


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