Australien ist ein Land verschiedener kultureller Einflüsse. Neben den Ureinwohnern – den Aborigines – gibt es zahlreiche Einwanderer, die die australische Lebensweise prägten und ihre Bräuche einführten. Seit den ersten Gefangenentransporten in die Strafkolonie sind Menschen aus aller Welt in das Land der Kängurus gekommen. In den letzten 150 Jahren beeinflusste insbesondere die Kolonialmacht Großbritannien die australische Lebensweise. Vor dem 2. Weltkrieg waren es Briten und Iren, die nach Australien auswanderten. Danach kamen weitere Europäer wie Holländer, Deutsche und Skandinavier, später auch Italiener, Griechen, Polen, Jugoslawen und Balten. Seit Mitte der 70er Jahre haben Asiaten Australien als Einwanderungsland entdeckt.
Australier haben eine besonders offene Art, sind freundlich und hilfsbereit. Das Klischee des typischen Australiers ist ein rauer Abenteurer mit Hut und braungebrannter Haut. Er kennt das Outback wie seine Westentasche, trinkt gerne Bier, spricht einen breiten Slang und arbeitet auf einer Farm. Dieses Klischee trifft in der Realität auf kaum einen Australier zu. Einen „Durchschnitts-Aussie“ gibt es nicht. Gerade in den größeren Städten gleichen die Australier Mitteleuropäern oder Amerikanern. Trotzdem steckt ein Funken Wahrheit in dem Klischeebild: Gerade in kleinen Ortschaften im Outback gehören Hut und Slang zu einem echten Australier.