Work and Travel in Australien

Tauchen am Great Barrier Reef

Das Great Barrier Reef ist das größte zusammenhängende Riff der Welt und erstreckt sich von der Nordspitze Australiens bis fast zur Mitte der Ostküste. Viele Taucher und Schnorchler träumen davon, einmal hier auf Entdeckungstour zu gehen, um die Schönheit dieses faszinierenden Riffs selbst zu erleben.
Am besten kann man eine Tauch- oder Schnorcheltour von Cairns aus starten, wo das Riff im tropisch-warmen Wasser besonders üppig ausgeprägt ist und die unterschiedlichsten Tauchschulen und Tourenanbieter vertreten sind.

Wer noch nie getaucht ist und einen Tauchschein machen möchte, sollte erst einmal ein Schnuppertauchen für einen Tag ausprobieren. Nicht jeder kommt mit den physischen Anforderungen des Tauchens klar, und wenn man einen Tauchschein machen will, muss man zunächst einen ärztlichen Tauglichkeitstest bestehen. Die meisten Tauchschulen bieten für den niedrigsten Rang des Tauchscheins einen zweitägigen Theorie-Kurs an, der aus Unterricht, Tauchtrainig im Pool und einem (einfachen) Abschlusstest besteht. Für die nächsten drei Tage (zwei Nächte) geht es auf ein Schiff, von wo aus jeden Tag an verschiedenen Stellen des Riffs getaucht werden kann. So kommt man insgesamt auf ca. sieben bis neun Tauchgänge im Meer.

Das Great Barrier Reef ist definitiv sehr fischreich und vielfältig und man kann mit wenig Glück eine Meeresschildkröte, Rochen oder Riffhaie sehen. Allerdings hat der mehrtägige Aufenthalt auf dem Schiff auch seine Nachteile: Dass Seekranke keinen Spaß an der Reise haben ist klar, aber auch das immer nasse Schiffsdeck mit einem typischen Geruch nach Taucheranzügen und Equipment lässt den einen oder anderen Magenprobleme bekommen. Die ersten Tauchgänge des Tages können schon um sechs Uhr Morgens sein, wenn das Anziehen des noch nassen und kalten Taucheranzugs wirklich keine Freude bereitet. Obwohl es sich um den tropischen Pazifik handelt, wird es nach einer Weile kalt im Wasser und vor allem das weibliche Geschlecht fängt bald an, zu zittern. Und schon ein recht kleiner Wellengang kann das Schlafen nachts sehr ungemütlich machen und anfangs Gesunde in Opfer der Seekrankheit verwandeln…

Allerdings können sich die meisten Leute mit diesen kleinen Nachteilen sehr gut arrangieren und finden das Tauchen am Great Barrier Reef immer wieder schön. Ich empfehle trotzdem dringend, dass unerfahrene Leute nicht gleich einen Taucherschein machen, sondern erst einmal ein oder zwei kostengünstigere Schnupper-Tauchgänge ausprobieren sollten, bevor sie am Ende enttäuscht sind. Ich persönlich habe mich während des dreitägigen Aufenthaltes auf dem Schiff zunehmend unwohl gefühlt und bin davon überzeugt, dass man beim Schnorcheln mindestens genau so viele schöne Dinge sieht wie beim richtigen Tauchen, weil die Farben in geringerer Wassertiefe viel deutlicher hervortreten und ich beim Schnorcheln mehr Tiere gesehen habe als bei allen Tauchgängen zusammen.


Sprachschulen- Katalog direkt bestellen! >>>