Melbourne ist nicht nur die Hauptstadt des Bundesstaats Victoria, sondern gilt auch als Kulturhauptstadt Australiens mit
raffinierter victorianischer Architektur, einem beeindruckend vielfältigem Kulturprogramm, großartigen Kunstausstellungen
und musikalischen Höhepunkten.
Jedes Jahr im November findet der berühmte Melbourne Cup statt – ein Pferderennen, das als beliebtestes Gesellschaftsereignis in Victoria gilt. Der Melbourne Cup Day ist ein gesetzlicher Feiertag, an dem Jung und Alt entweder gebannt vor dem Fernseher sitzen, um das Rennen zu verfolgen, oder zur Pferderennbahn strömen. Daneben sorgt das Melbourne International Comedy Festival mit Comedians aus aller Welt in Theatern, Pubs oder im Freien für einen anständigen Muskelkater in der Lachmuskulatur. Sportfans sollten sich das Finale der Australian Football League im Melbourne Cricket Ground – eines der größten Stadien Australiens – nicht entgehen lassen. Weitere wichtige Sportereignisse sind der Große Preis von Australien zum Auftakt der Fomel 1 oder aber die Australian Open, die Tennis-Begeisterte im Melbourne Park mitverfolgen können.
Aber auch kulinarisch verwöhnt Melbourne die Stadtbevölkerung. Der multikulturelle Mix spiegelt sich in den verschiedenen Restaurants, Bars und Kneipen wieder. Ob nun asiatisch, indisch, europäisch, Melbourne bietet eine Gaumenfreude nach der anderen.
Zahlreiche Museen, Galerien und Universitäten sind in diesem wichtigen Tourismusort Australiens angesiedelt. Fast vier
Millionen Einwohner leben in dieser Stadt mit dem größten Naturhafen der Welt. Sprachreisende, die sich für dieses
Kulturzentrum entscheiden haben, sollten sich keinesfalls einen Besuch des Wahrzeichens der Stadt, das von Jørn Utzon
erbaute muschel- oder segelförmige Opera House, entgehen lassen. Das höchste Gebäude Sydneys, der 305 Meter hohe Sydney
Tower, bietet eine unvergleichliche Rundumsicht.
Sydneys Zentrum ist leicht überschaubar und gut zu Fuß zu erschließen. Neben dem Opernhaus und der Hafenbrücke ist vor allem die Altstadt „The Rocks“ mit den Lagerhäusern an der Bucht Sydney Cove sehenswert. Direkt am Circular Quay, der Zentralstation für Bus, Bahn und vor allem für die Hafenfähren, grenzt der riesige Botanische Garten, in dessen Umkreis sich mehrere Museen befinden. Das State Theatre im Stadtzentrum ist Veranstaltungsort des Sydney Film Festivals.
Sydney liegt in der subtropischen Klimazone, wobei das Klima aufgrund der Nähe zur Küste abgemildert wird. Die durchschnittliche Jahrestemperatur liegt bei 17,4 Grad Celsius.
Brisbane ist mit 1,8 Mio Einwohnern (2007) eine der größeren Städte Australiens. Anfänglich als Strafkolonie gegründet, ist die Stadt heute das Zentrum für Wirtschaft, Kultur und Tourismus ganz Queenslands. Das Klima hier am Mittelpunkt der Ostküste ist sehr angenehm – im Sommer nicht so heiß wie der Norden, und im Winter nicht kälter als 10 °C. Queensland ist eine Stadt mit multikulturellem, lässigem Charme und einigen Leuten gefällt es hier so sehr, dass sie (selbst als Backpacker) monatelang nicht weiter wollen.
In Brisbane selbst kann man der City Hall einen Besuch abstatten und sich über die Geschichte Brisbanes informieren
sowie einen Überblick über die Stadt gewinnen: Vom Bell Tower aus kann man weit über die Skyline der Stadt blicken.
Empfehlenswert ist auch das Old Treasury Building im Renaissance-Stil, in dem sich heute ein Casino befindet.
Die Fußgängerzone und Einkaufspassage wird von der Queens Street Mall gebildet, die es sich lohnt, entlangzulaufen.
Mittig der Mall Street befindet sich auch das Touristeninformationzentrum, welches für weitere infos über Ausflugsziele
und Attraktionen lohnenswert ist. Auch gesehen haben sollte man die City Botanic Gardens.
Brisbane beherbergt außerdem einen sehr schönen Zoo: Im Lone Pine Koala Sanctuary kann man für 14.50 AD$ Eintritt Koalas, Wombats und Kängurus streicheln und jede Menge Tiere beobachten. Am besten fährt man mit dem Bus hierher (ca. 30 min).
Von Brisbane aus sind einige schöne Strände und Inseln zu erreichen: Moreton und Stradbroke Island z.B. sind weniger Touristen-überlaufene Inseln. Fraser Island ist ein absolutes Muss und am besten von der Harvey Bay aus zu erreichen: Die 120 km lange und ca. 15 km breite Trauminsel besteht nur aus Sand – und trotzdem wächst üppiger Regenwald auf ihr. Dank dieser Kombination ist Fraser Island ein sehr beliebtes Ausflugsziel, das es sich lohnt zu besuchen! Kristallklare Seen (z.B. der bekannte Lake McKenzie) laden zum Baden ein, und man kann mehrere Tage oder Wochen mit dem Jeep (am lustigsten ist es in Gruppen mit anderen Backpackern) auf der Insel campen und die schöne Umgebung genießen. Auf die Insel gelangt man mit einer Fähre, und der Jeep (unbedingt 4wd = All-Rad-Antrieb) kann der eigene sein oder geliehen werden. Man hüte sich allerdings davor, im Meer schwimmen zu gehen – wegen Strömungen und Haien kann das böse Folgen haben.
Cairns liegt im Norden der Ostküste in unmittelbarer Nähe zum Great Barrier Reef. Die Lage macht die Stadt zu der Tauchsporthochburg Australiens. Daher werden hier viele Touren rund ums Schnorcheln und Tauchen angeboten, aber auch ins Landesinnere Richtung Outback und in den tropischen Regenwald. Besonders Empfehlenswert sind die Atherton Tablelands, die mit Wasserfällen und einer schönen Landschaft genügend Fotomaterial für einen Tagesausflug bieten.
Port Douglas ist ein kleiner Ort 70 km nördlich von Cairns (ca. 1 Std Autofahrt), der 1.300 Einwohner hat und während der Saison ca. viermal so viele Touristen beherbergt. Die Stadt liegt direkt neben zwei herrlichen Nationalparks: dem Great Barrier Reef Marine Park und dem Daintree National Park, die beide zum Weltkulturerbe ernannt wurden.
Rund um Cairns gibt es zahlreiche, traumhafte Sandstrände, aus denen z.B. Mission Beach, Palm Cove, der Four Mile Beach und andere hervorstechen. Allerdings muss man die schönen Strände während der Quallen-Saison zwischen November und Mai mit Vorsicht genießen. Dann sollte man hier lieber nicht am Strand schwimmen gehen, denn die kleinen giftigen Würfelquallen (box jellyfish, Chironex fleckerii), die sich zu dieser Zeit hier tummeln, können lebensgefährlich werden. Weiter draußen, am Great Barrier Reef, kann man zu dieser Jahreszeit trotzdem das Riff genießen, denn die gefährlichen Quallen halten sich vor Allem in Strandnähe auf. Auch werden an bestimmten Abschnitten Netze gespannt, die Bade-Bereiche am Strand vor den Quallen sichern.
Darwin ist die nördlichste Stadt Australiens und mit ca. 130.000 Einwohnern (2006) für australische Verhältnisse nicht klein.
Darwin liegt im tropischen Norden, mitten im Heimatgebiet der Krokodile. Neben Krokodilen gibt es hier eine schöne Landschaft (z.B. im Kakadu Nationalpark) und zu bewundern. Es werden viele Touren angeboten, die einen tiefen Einblick in die Gegend ermöglichen oder auch Aktivitäten im Wasser und an Land anbieten. Besonders die Wasserfälle Florence Falls und Tolmer Falls sind tolle Ausflugsziele.
Als europäischer Backpacker muss man sich zwar erst einmal an die schwüle Hitze in Darwin gewöhnen, aber der Aufwand lohnt sich. Hier gibt es schöne Campingplätze und Hostels, und tagsüber entschädigen Ausflüge in die tolle Natur rund um Darwin alles. Außerdem ist es hier zu jeder Jahreszeit schön, selbst während der Regenzeit (zwischen Oktober und März), da dann die Natur erst so richtig grün erblüht und die Stadt nicht so Touristen-überfüllt ist. Allerdings sollte man nicht vorhaben, während der Regenzeit nach Darwin oder von Darwin wegzufahren, da die starken Regenfälle die Straßen oft unpassierbar machen. Das beste Wetter herrscht hier kurz nach der Regenzeit/vor der Trockenzeit. Die Temperaturen liegen das ganze Jahr um die 30 °C.
„Alunga“: Ort mit viel Sonne. So nennen die Aborgines die Stadt Perth. Zwischen zehn und vierzehn Stunden scheint die
Sonne hier jeden Tag. Da macht es auch nichts, dass Perth die abgeschiedenste Stadt der Welt ist. Die nächstliegende
Großstadt ist Adelaide, die 2845 km entfernt liegt. Trotzdem haben sich 1,4 Millionen Menschen entschlossen, in diesem
sonnigen Wassersportparadies zu leben. Zahlreiche Touristen überzeugen sich jedes Jahr von der Lebensqualität in
„Alunga“.
Die Stadt wurde 1829 von Captain James Stirling gegründet, um die Franzosen von der Besiedelung des australischen Westens abzuhalten. Doch heute sind Franzosen genau wie Reisende aller Länder herzlich willkommen, in Perth Englisch zu lernen, zu reisen und gemütlich in der Sonne zu liegen.
Obwohl Sydney mit 3 641 422 (2006) Einwohnern und 1664 km² Fläche die größte Stadt Australiens ist, ist sie nicht die Hauptstadt. Das ist Canberra, mit 340 800 Menschen (2007) auf 805,6 km².
Canberra ist die achtgrößte Stadt des Kontinents und liegt ca. 280 km südwestlich von Sydney.
Im Herzen der Stadt befindet sich das Parlamentsgebäude und alles andere scheint sich im Kreis darum anzuordnen. Ebenfalls direkt im Zentrum der Stadt befindet sich ein See, der Lake Burley Griffin, an dem man schöne Sonnenuntergänge sehen kann.
Viel zu sehen gibt es in der australischen Hauptstadt nicht; wer wegen des Sommers nach Australien kommt, sollte Canberra nicht zwischen Mai und September besuchen, da hier im Winter zumindest Nachts nicht selten Minusgrade herrschen.