Work and Travel in Australien

Unterkunft

Australien Kängurus relaxen Ein warmes Bett und ein eigener Raum, in dem man nach einem ereignisreichen und spannenden Work&Travel Tag einfach die Beine hoch legen und auf einer weichen Matratze bis zum nächsten Abenteuertag verschnaufen kann: Die passende Unterkunft ist für Work&Traveller mindestens so wichtig wie der Job, der das unvergessliche Reiseerlebnis finanziert.

Der Schlafplatz sollte vor der Ankunft zumindest für die ersten zwei oder drei Nächte vorgebucht werden. Das geht am Einfachsten per Internet. Da viele Hostels überlaufen, anonym und abgenutzt sind, sollte der Reisende wirklich nur die ersten Tage buchen und dann gegebenenfalls eine neue Bleibe suchen.

Viele Hostelbesitzer holen Gäste und Gepäck vom Flughafen ab, Nachfragen lohnt sich auf jeden Fall. Es stehen normalerweise Einzel-, Doppel und Mehrbettzimmer zur Auswahl, natürlich zu unterschiedlichen Preisen. Hier gilt: Je größer das Zimmer (und je mehr Betten darin), desto kleiner der Preis.

Backpacker Hostels sind in Australien zahlreich vertreten, selbst in abgelegenen Regionen findet der Reisende immer eine Schlafmöglichkeit.

Es gibt Down Under Häuser der youth hostel association (YHA), young men's/women's catholic association (ymca/ywca), und VIP backpacker (privat). Eine Mitgliedschaft bei einem der Verbände lohnt sich für alle, die Geld sparen wollen: Mit einer Mitgliedschaft bei YHA oder VIP kann man einige Rabatte bei Hostelübernachtungen, Reisen mit Bahn und Bus, Museen und Touren absahnen. Dabei lohnt es sich für sehr preisbewusste Traveller am ehesten, VIP-Mitlgied zu werden. Das kostet einmalig 25 €. Wer viel Wert auf Sauberkeit und Ruhe legt, sollte sich für YHA entscheiden, allerdings sind Hostels mit YHA Rabatt durchschnittlich teurer als solche, die auf VIP-Karten Rabatt geben.

Einige empfehlenswerte Internetseiten sind:

www.yha.com.au (Mitglieder des Deutschen Jugendherbergswerkes (DJH) erhalten Rabatt bei der yha)
www.vipbackpackers.com
www.nomadsworld.com

Von Hostels über Wohngemeinschaften bis hin zum Zelten gibt es für jeden die passende Wohnform:

Hostels

Gemeinschaftsküche, Aufenthaltsräume, Duschen und Toiletten, Waschküchen, Schlafsäle, in einigen Fällen sogar Garten oder Pool: Ein Hostel bietet alles, was ein Reiseherz begehrt. Bei dieser Wohnform ist es aber sinnvoll, stets einen Schlafsack dabei zu haben. Denn Bettwäsche gibt es meist nur gegen Gebühr und beim eigenen Schlafsack weiß man genau, wer schon darin gelegen hat. Allerdings sind nur dünne, aus Baumwolle bestehende "Jugendherbergsschlafsäcke" empfehlenswert, da in Hostels richtige Schläfsäcke wegen der möglichen Verbreitung von Bettwanzen verboten sind. Eine weitere lohnenswerte Investition für den Hostelaufenthalt ist ein solider Grundstock an Campinggeschirr, da Teller und Besteck teilweise nur vermietet werden. Ein eigener Aufbewahrungsplatz in der Küche für Geschirr und Essen steht allen Bewohnern zur Verfügung.

Eine Liste von Hostels findet ihr hier.

Ein großer Pluspunkt sind die verbilligten, wöchentlich bezahlbaren Tarife bei längerem Hostelaufenthalt.

Das „tnt Magazine“ oder „The Word“, sind die wichtigsten und informativsten Backpacker Magazine Australiens, die über die verschiedenen Hostels informieren.

Motels/Bed and Breakfast

Diese Wohnform eignet sich am Besten für den Luxus zwischendurch auf Reisen. Es herrscht eine private und schöne Atmosphäre und man hat auf jeden Fall ein gemütlich eingerichtetes eigenes Zimmer. Längerfristige Aufenthalte sind für den durchschnittlichen Backpacker allerdings unbezahlbar.

Wohngemeinschaften

Australien - Wohngemeinschaft Backpacker, die das Glück haben, schon zu Beginn ihres Australienaufenthalts einen längerfristigen Job zu finden, sollten sich um eine WG bemühen. Die Vorteile gegenüber einem Hostelbesuch sind unschlagbar. Man lernt schneller und besser Australier kennen und hat ein eigenes Zimmer. Außerdem sind WG-Zimmer oft sogar günstiger als Hostelaufenthalte. Aushänge sind gewöhnlich in Hostels, Unis und als Zeitungsanzeigen zu finden.

Mitwohnschnorrer

Mitbewohner, die einem die Milch aus dem Kühlschrank klauen, das Bier vor der Nase wegtrinken oder das Waschpulver verbrauchen. Es gibt sie überall auf der Welt. Doch „Mitwohnschnorrer“ kann auch etwas anderes und sogar sehr angenehmes bedeuten: Im „Mitwohnschnorrer“ Netzwerk GlobalFreeloaders (www.globalfreeloaders.com) kann man weltweit nach kostenlosen Schlafplätzen suchen. Allerdings bleibt zu beachten, dass der Nutzer bei Anmeldung selbst auch zum Gastgeber wird. Steht man also als „Mitwohnschnorrer“ bei einem Netzwerkmitglied auf der Matte, kann es passieren, dass man – zurück in Deutschland – plötzlichen Besuch aus Grönland, Panama oder Südafrika bekommt. Anmeldung und Adressenrecherche sind kostenlos. Ein ähnlicher Anbieter ist www.hospitalityclub.org

Zelten

Australien - junge Frau Das Zelten ist eine besonders kostengünstige Schlafvariante in ländlichen Gebieten und Nationalparks: Die Caravan Parks sind meist mit Duschen, Waschräumen und Waschmaschinen sowie einem Fernsehraum ausgestattet. Das Zeltplatzmagazin über alle Caravan Parks Australiens ist für Camper absolut empfehlenswert und vor allem bei Automobilclubs erhältlich.

Free- oder Bushcamping ist zwar ebenfalls möglich, aber die schöne Landschaft sollte unbedingt wieder sauber hinterlassen werden! Der Nachteil dieser Variante ist bei aller Naturverbundenheit und Abenteuerlust, dass es keine Toiletten in der Nähe gibt und das Wasser muss unbedingt selbst mitgebracht werden. Eine gute Ausrüstung ist bei allen Campingvariationen nötig, denn selbst wenn die Sonne tagsüber mit über 40°C auf die Erde brutzelt, kann die Temperatur nachts bis zum Gefrierpunkt sinken.

Im Auto kampieren

Für die Variante des fahrbaren Schlafplatzes ist ein Caravan oder Kombi empfehlenswert. Die große Fläche bietet genug Platz für eine Matratze. Allerdings sollte die Wohnung im Auto keine langfristige Lösung darstellen. Denn richtig bequem wird es selbst mit der komfortabelsten Matratze im Auto nicht.

Work-Hostels

Der Vorteil eines Work-Hostels ist, dass die Besitzer den Bewohnern Farmarbeit vermitteln. Sie stehen in engem Kontakt zu den Landwirten und somit bekommt der Work&Travel Reisende Unterkunft und Arbeitsplatz im Doppelpack.

Hier muss allerdings bedacht werden, dass ein Aufenthalt in einem Work-Hostel nur in der Erntezeit Sinn macht. Denn außerhalb der Saison gibt es mit Sicherheit keine Jobmöglichkeit in der Nähe. Während der Ernte bringt aber sogar ein Bus – teilweise gegen eine kleine Extragebühr – die Bewohner zur Farm und holt sie wieder ab.


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